Alina Grosu entkommt Angriff bei Kiew: Hotel vollständig zerstört

Die ukrainische Sängerin Alina Grosu entging bei einem russischen Angriff nahe Kiew nur knapp dem Tod. Ihr Hotel wurde durch eine Detonation zerstört.

01. September 2026 - 08:58
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Alina Grosu entkommt Angriff bei Kiew: Hotel vollständig zerstört

Von Ahmet Taş | Wise News Press

KIEW, UKRAINE — Die ukrainische Sängerin Alina Grosu ist nach eigenen Angaben nur knapp einem tödlichen Angriff in der Region Kiew entgangen, bei dem das Hotel, in dem sie untergebracht war, vollständig zerstört wurde.

Grosu hielt sich in einem Hotel im Dorf Mila im Bezirk Butscha auf, war zum Zeitpunkt der schweren Explosion jedoch nicht in ihrem Zimmer. Nach Angaben der Sängerin hatte sich ein Termin verzögert, weshalb sie nicht rechtzeitig ins Hotel zurückkehrte.

Grosu war für eine Musikpremiere nach Kiew gekommen

Die Sängerin war nach Kiew gereist, weil dort die Premiere eines neuen Songs geplant war.

Nach einem Bericht des ukrainischen Senders TSN hatte Grosu für ihren Aufenthalt ein Hotel in Mila gewählt, einer Ortschaft im Bezirk Butscha westlich der ukrainischen Hauptstadt.

Während des russischen Angriffs wurde dem Bericht zufolge ein Ort getroffen, an dem Munition gelagert wurde. Anschließend kam es zu einer schweren Detonation.

Das Hotel, in dem Grosu eingecheckt hatte, wurde dabei vollständig zerstört.

Die Sängerin berichtete später in ihren Instagram-Stories über die Ereignisse und zeigte unter anderem den Schlüssel ihres Hotelzimmers sowie Trümmer des Gebäudes.

Eine verspätete Rückkehr könnte ihr das Leben gerettet haben

Grosu erklärte, dass sie zum Zeitpunkt der Explosion nicht in ihrem Hotelzimmer gewesen sei.

Sie habe sich bei einem Treffen länger als geplant aufgehalten und sei deshalb noch nicht in das Hotel zurückgekehrt, als die Detonation erfolgte.

Nach ihren Angaben beobachtete sie Teile des Geschehens unmittelbar.

Die Explosion sei derart heftig gewesen, dass die Druckwelle sogar ihr Fahrzeug erfasste und versetzte.

Grosu zeigte nach eigenen Angaben auch einen Teil des zerstörten Fensterrahmens ihres Zimmers und sagte, dass sich alles vor ihren Augen ereignet habe.

„Das ist der Schlüssel zu meinem Zimmer, in dem ich nach meiner Ankunft in der Hauptstadt untergebracht war. Einer dieser Räume war meiner – genauer gesagt ist das der Fensterrahmen davon“, berichtete Grosu.

Die Schilderung machte deutlich, wie knapp die Sängerin dem zerstörten Gebäude ferngeblieben war.

Auch ihr Sohn befand sich nicht im Hotel

Besonders erleichtert zeigte sich Grosu darüber, dass auch ihr Sohn zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Hotel war.

Nach ihren Angaben hielt sich das Kind bei seiner Großmutter auf und wartete deshalb nicht in dem zerstörten Gebäude auf seine Mutter.

Die Sängerin erklärte, sie sei dankbar, dass ihr Sohn und seine Großmutter nicht dort gewesen seien.

Gleichzeitig sprach sie den Menschen ihr Mitgefühl aus, die bei dem Angriff Angehörige verloren oder die schweren Explosionen unmittelbar erlebt hatten.

„Gott sei Dank haben mein Sohn und meine Großmutter dort nicht auf mich gewartet. Mein aufrichtiges Beileid an alle, die Angehörige verloren und diese Hölle erlebt haben“, schrieb Grosu.

Die Sängerin konzentrierte sich in ihren öffentlichen Aussagen damit nicht nur auf ihre eigene Situation, sondern verwies auch auf die Opfer und Betroffenen des Angriffs.

Schwere Detonation im Dorf Mila

Nach früheren Berichten kam es in Mila infolge eines russischen Angriffs zu einem großflächigen Brand und anschließend zu weiteren Detonationen.

Vorläufigen Angaben zufolge soll eine russische Drohne das Gelände eines Unternehmens getroffen haben.

Das Feuer griff demnach auf weitere Bereiche über. Wegen der Gefahr durch die Explosionen mussten Bewohner aus der betroffenen Zone evakuiert werden.

Auch der Verkehr auf einer nahe gelegenen Straße wurde zeitweise eingeschränkt.

Später wurden Aufnahmen veröffentlicht, die den Moment einer Explosion an einem Munitionslager in der Nähe von Kiew zeigen sollen.

Die ukrainischen Behörden und Medien berichteten in den folgenden Tagen weiter über die Zahl der Opfer sowie über die Suche nach Vermissten.

Berichte über zahlreiche Tote und Vermisste

Nach den im Ausgangsbericht genannten Angaben stieg die Zahl der Todesopfer in Mila später auf 38 Menschen. Vier weitere Personen galten demnach als vermisst.

Die einzelnen Angaben zu den Folgen des Angriffs wurden im Verlauf der Rettungs- und Bergungsarbeiten mehrfach aktualisiert.

Grosus persönlicher Bericht entstand damit vor dem Hintergrund eines Ereignisses, das nicht nur das von ihr genutzte Hotel traf, sondern offenbar zu erheblichen Schäden und einer hohen Zahl von Opfern in der betroffenen Umgebung führte.

Die Sängerin selbst blieb körperlich unverletzt.

Dass sie sich zum Zeitpunkt der Explosion nicht in ihrem Hotelzimmer befand, bezeichnete sie sinngemäß als glücklichen Zufall.

Druckwelle traf auch ihr Auto

Grosu schilderte, dass die Wucht der Explosion auch außerhalb des unmittelbar betroffenen Gebäudes deutlich zu spüren gewesen sei.

Ihr Fahrzeug sei von der Druckwelle bewegt beziehungsweise weggedrückt worden.

Die Sängerin befand sich nach eigener Darstellung nahe genug am Geschehen, um die Explosion und ihre Folgen unmittelbar wahrzunehmen, gleichzeitig aber weit genug entfernt, um nicht von der vollständigen Zerstörung des Hotels erfasst zu werden.

Die Bilder und Aussagen, die sie anschließend in sozialen Netzwerken veröffentlichte, verbreiteten sich schnell in ukrainischen Medien.

TSN griff ihre Schilderungen auf und berichtete darüber, dass Grosu nur deshalb nicht im Hotel gewesen sei, weil ihr vorheriger Termin länger gedauert hatte.

Sängerin setzt nach Erlebnis auf persönliche Botschaft

Alina Grosu gehört seit ihrer Kindheit zu den bekannten Namen der ukrainischen Musikszene und tritt auch unter dem Künstlernamen GROSU auf.

In ihren Reaktionen auf den Angriff stellte sie jedoch nicht ihre berufliche Tätigkeit in den Mittelpunkt, sondern die unmittelbare Erfahrung der Zerstörung und die Tatsache, dass ihr Sohn nicht gefährdet wurde.

Ihre geplante Musikpremiere war ursprünglich der Grund für die Reise nach Kiew gewesen.

Nach dem Angriff rückten dagegen die Zerstörung des Hotels, die Opfer in Mila und die Folgen der Explosionen in den Vordergrund.

Grosu sprach den Betroffenen ihr Beileid aus und zeigte sich erleichtert darüber, dass sie selbst und ihr Sohn dem Angriff entkommen waren.

Die Rettungs- und Ermittlungsarbeiten im Zusammenhang mit den Explosionen und den Schäden in Mila dauerten nach den vorliegenden Berichten weiter an.

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Ahmet Taş

Ahmet Taş is a journalist, editor and Turkey Office Manager of the Wise News Press Media Group. He works across news, digital media and international publishing, focusing on accurate, responsible and accessible journalism. He contributes to the development of media projects that bring important political, social and global developments to a wider international audience.

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