Fersan plant neue Investitionen nach Besuch des türkischen Investmentbüros

Fersan empfing das Investitionsbüro des türkischen Präsidialamtes in Izmir. Im Mittelpunkt standen lokale Produktion, Landwirtschaft, F&E und neue Investitionen.

30. August 2026 - 22:48
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Fersan plant neue Investitionen nach Besuch des türkischen Investmentbüros

Von Ahmet Taş | Wise News Press

KEMALPAŞA, TÜRKEI — Der türkische Lebensmittelhersteller Fersan hat eine Delegation des Investitionsbüros des Präsidialamtes an seinem Produktionsstandort bei Izmir empfangen, um über lokale Landwirtschaft, industrielle Kapazitäten, Forschung und geplante Investitionen zu beraten.

An dem Treffen nahmen der Präsident des Investitionsbüros Ahmet Burak Dağlıoğlu, der Leiter der Einheit Investment Services Zahid Tuncel, Investmentexperte Şamil Özcan und Analyst Yunus Emre Güneş teil. Gastgeber war Gürhan Güven, Vorstandsvorsitzender und CEO von Fersan.

Nach Angaben des Unternehmens informierte Fersan die Delegation über seine Produktionsinfrastruktur, Qualitätsstandards, Nachhaltigkeitsstrategie und seine Pläne zur Steigerung von Kapazität und Effizienz. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle heimischer landwirtschaftlicher Erzeuger in der Lieferkette des Unternehmens.

Investmentbüro besucht Fersan-Werk in Kemalpaşa

Die Delegation besichtigte die Produktionsanlagen von Fersan im Bezirk Kemalpaşa in der Provinz Izmir.

Im Mittelpunkt standen nach Unternehmensangaben sowohl die bestehende Produktionsstruktur als auch mögliche nächste Entwicklungsschritte.

Fersan stellte dabei seine Produktionsprozesse, Qualitätsanforderungen und Maßnahmen zur nachhaltigen Herstellung vor. Das Unternehmen sieht insbesondere die Verbindung zwischen landwirtschaftlicher Produktion und industrieller Verarbeitung als zentralen Bestandteil seiner Geschäftsstrategie.

Bei dem Treffen wurde außerdem erörtert, wie türkische Lebensmittelunternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten weiter stärken können.

Ein Thema war dabei der Ausbau industrieller Kapazitäten auf Grundlage einer möglichst starken Einbindung heimischer Produzenten.

Lokale Landwirtschaft soll stärker mit Industrie verbunden werden

Fersan betonte bei dem Treffen die Bedeutung der türkischen Landwirtschaft für seine eigene Produktion.

Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben unter anderem mit Vertragslandwirten zusammen und verfolgt dabei die Produkte von der landwirtschaftlichen Erzeugung bis zur Verarbeitung und Verpackung.

Gürhan Güven erklärte, die heimischen Produzenten seien seit der Gründung des Unternehmens eine zentrale Grundlage der Geschäftstätigkeit.

„Unsere größte Stärke beziehen wir seit unserer Gründung von den Produzenten dieses Landes und aus der heimischen Landwirtschaft.“

Fersan wolle auch künftig lokale Produktion unterstützen und damit einen Beitrag zur landwirtschaftlichen Entwicklung leisten.

Das Unternehmen verbindet diesen Ansatz nach eigenen Angaben mit dem Ziel, durch weitere Investitionen zusätzliche Wertschöpfung für die Lebensmittelbranche zu schaffen.

Die Frage, wie Landwirtschaft und verarbeitende Industrie enger zusammenarbeiten können, gewinnt für die türkische Lebensmittelwirtschaft auch vor dem Hintergrund internationaler Lieferketten und Exportmärkte an Bedeutung.

Neue Investitionen und Forschungsprojekte auf der Agenda

Während des Treffens wurden auch die Investitionspläne von Fersan für die kommenden Jahre behandelt.

Nach Angaben des Unternehmens sollen neue Projekte dazu beitragen, die Produktionskapazität und die Effizienz zu erhöhen.

Darüber hinaus wurden Forschungs- und Entwicklungsprojekte erörtert.

Konkrete Investitionssummen, zusätzliche Produktionsflächen oder ein genauer Zeitplan wurden in der Unternehmensmitteilung nicht genannt.

Fersan positioniert die geplanten Investitionen jedoch als Bestandteil einer langfristigen Wachstumsstrategie, bei der Produktion, Nachhaltigkeit und technologische Entwicklung miteinander verbunden werden sollen.

CEO Gürhan Güven bezeichnete den Besuch als Gelegenheit, sowohl die bestehende Produktionsphilosophie als auch die langfristigen Ziele des Unternehmens mit Vertretern des Investitionsbüros zu besprechen.

Er erklärte, Fersan wolle seine Investitionen mit Blick auf nachhaltiges Wachstum fortsetzen.

Deutschland zählt zu den wichtigsten Exportmärkten

Fersan produziert seit 1978 und exportiert seine Produkte nach Unternehmensangaben inzwischen in mehr als 40 Länder.

Deutschland gehört dabei zu den besonders hervorgehobenen Märkten.

Weitere Absatzregionen sind nach Angaben des Unternehmens andere Staaten der Europäischen Union, die Vereinigten Staaten, die Turkstaaten, arabische Länder, Australien, Russland und Japan.

Fersan will die Zahl seiner internationalen Märkte weiter erhöhen.

Für das Unternehmen ist der Ausbau des Exports eng mit der Frage verbunden, wie die türkische Lebensmittelindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und gleichzeitig die Verbindung zur heimischen Landwirtschaft erhalten kann.

Die internationalen Aktivitäten machen den Besuch des staatlichen Investitionsbüros auch aus wirtschaftspolitischer Perspektive relevant: Neue industrielle Investitionen können nicht nur die Produktionskapazität erhöhen, sondern auch das Exportpotenzial und die Einbindung türkischer Lebensmittelhersteller in internationale Lieferketten beeinflussen.

Fersan setzt auf Rückverfolgbarkeit vom Saatgut bis zur Verpackung

Neben Investitionen und Exporten stellte Fersan auch sein Lieferkettenmodell vor.

Das Unternehmen erklärt, Lebensmittelsicherheit, Qualität und die möglichst natürliche Beschaffenheit seiner Produkte in den Mittelpunkt der Produktion zu stellen.

Im Rahmen der Vertragslandwirtschaft werden Landwirte nach Unternehmensangaben geschult. Zusätzlich finden regelmäßige Kontrollen auf den landwirtschaftlichen Flächen statt.

Damit will Fersan die Herkunft und Entwicklung der verwendeten Rohstoffe möglichst weitgehend verfolgen.

Das Unternehmen beschreibt diesen Ansatz als Rückverfolgbarkeit vom Saatgut bis zur Verpackung.

Eine solche Lieferkettenkontrolle soll sowohl Qualitätsstandards als auch eine stabilere Verbindung zwischen industrieller Produktion und Landwirtschaft unterstützen.

Für Lebensmittelunternehmen, die in zahlreiche internationale Märkte exportieren, spielen dokumentierte Produktionsprozesse, Lebensmittelsicherheit und verlässliche Lieferketten eine zunehmend wichtige Rolle.

Fersan will Wachstum und lokale Wertschöpfung verbinden

Gürhan Güven erklärte nach dem Treffen, Fersan wolle seine Wachstumsstrategie weiterhin auf die heimische Produktion stützen.

„Mit der Kraft, die wir von unseren Produzenten erhalten, werden wir die heimische Produktion weiter unterstützen.“

Nach seinen Angaben soll das Unternehmen durch Investitionen gleichzeitig zur landwirtschaftlichen Entwicklung beitragen und zusätzliche Wertschöpfung für die türkische Lebensmittelindustrie schaffen.

Der Besuch des Investitionsbüros wurde von Fersan entsprechend nicht nur als Besichtigung eines bestehenden Werks dargestellt, sondern als Austausch über die nächsten Schritte bei Produktion, Forschung und Investitionen.

Im Zentrum stehen dabei drei miteinander verbundene Ziele: eine stärkere industrielle Kapazität, eine enge Einbindung heimischer landwirtschaftlicher Produzenten und eine größere Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten.

Mit Exporten in mehr als 40 Länder und weiteren geplanten Investitionen will Fersan seine internationale Präsenz weiter ausbauen. Deutschland bleibt dabei nach Angaben des Unternehmens einer der wichtigen Auslandsmärkte.

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Ahmet Taş

Ahmet Taş is a journalist, editor and Turkey Office Manager of the Wise News Press Media Group. He works across news, digital media and international publishing, focusing on accurate, responsible and accessible journalism. He contributes to the development of media projects that bring important political, social and global developments to a wider international audience.

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