Sommerhitze in der Türkei: Teksüt empfiehlt Ayran, Wasser und Joghurt

Bei hohen Temperaturen rät Teksüt zu ausreichend Flüssigkeit und nennt Wasser, Milch, Joghurt und Ayran als Alternativen zu stark gezuckerten Getränken.

19. August 2026 - 22:44
Aktualisiert: 12 Stunden vor
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Sommerhitze in der Türkei: Teksüt empfiehlt Ayran, Wasser und Joghurt

Von Ahmet Taş | Wise News Press

GÖNEN, TÜRKEI — Hohe Temperaturen erhöhen den Flüssigkeitsbedarf des Körpers und machen eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig. Der türkische Milchproduktehersteller Teksüt empfiehlt für heiße Sommertage neben Wasser auch Milch, Joghurt und insbesondere Ayran als Teil einer ausgewogenen Ernährung.

Teksüt-Vertriebsdirektor Murat Keleş verweist darauf, dass beim Schwitzen nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mineralstoffe verloren gehen. Kinder, die während der Sommerferien mehr Zeit im Freien verbringen, sollten nach seiner Einschätzung besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten. Internationale Gesundheitsempfehlungen stellen dabei Wasser weiterhin in den Mittelpunkt: Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät bei Hitze zu regelmäßigem Wassertrinken und empfiehlt, stark zuckerhaltige und alkoholische Getränke möglichst zu vermeiden.

Flüssigkeitsverlust wird bei hohen Temperaturen wichtiger

Der Körper reguliert seine Temperatur bei Hitze unter anderem durch Schwitzen. Dabei wird Flüssigkeit abgegeben, und bei stärkerem Schwitzen gehen zugleich Elektrolyte verloren. Wird dieser Verlust nicht ausgeglichen, kann sich eine Dehydrierung entwickeln.

Die WHO empfiehlt deshalb, während Hitzeperioden regelmäßig zu trinken und nicht erst auf starken Durst zu warten. Bei erheblichem Flüssigkeits- und Salzverlust, etwa nach starkem Schwitzen und bei Beschwerden wie Muskelkrämpfen, können Elektrolytlösungen sinnvoll sein.

Teksüt sieht Ayran in diesem Zusammenhang als eine mögliche Ergänzung. Das traditionelle Getränk wird aus Joghurt und Wasser hergestellt und enthält je nach Rezeptur auch Salz. Keleş hebt insbesondere diese Kombination aus Flüssigkeit und Mineralstoffen hervor.

Die Empfehlung sollte allerdings nicht so verstanden werden, dass Ayran Wasser grundsätzlich ersetzt. Für die alltägliche Flüssigkeitsversorgung bei Hitze bleibt regelmäßiges Wassertrinken die zentrale Empfehlung öffentlicher Gesundheitsorganisationen.

Teksüt: Ayran kann im Sommer eine Alternative zu Süßgetränken sein

Keleş zufolge greifen insbesondere Kinder in den Ferien häufiger zu kohlensäurehaltigen und stark gesüßten Getränken. Eltern sollten deshalb bewusst Alternativen anbieten.

Er empfiehlt neben Wasser auch Milch und Ayran. Ähnliche Grundgedanken finden sich in öffentlichen Ernährungsempfehlungen: Der britische Gesundheitsdienst NHS nennt Wasser und Milch als besonders geeignete Getränke für Kinder und weist darauf hin, dass bei heißem Wetter mehr Flüssigkeit benötigt werden kann.

Kinder gehören zugleich zu den Bevölkerungsgruppen, die bei hohen Temperaturen besonders aufmerksam beobachtet werden sollten. Gesundheitsbehörden weisen darauf hin, dass kleine Kinder bei Hitze schneller Probleme durch Flüssigkeitsmangel entwickeln können.

Aus Sicht von Teksüt kann Ayran deshalb vor allem dann eine Option darstellen, wenn er anstelle stark gezuckerter Erfrischungsgetränke gewählt wird.

Joghurt bleibt Bestandteil der Sommerernährung

Neben Ayran hebt das Unternehmen auch Joghurt hervor. Keleş bezeichnet Joghurt als Lebensmittel, das sich für unterschiedliche Altersgruppen eignet und insbesondere im Sommer unkompliziert in Mahlzeiten integrieren lässt.

Genannt werden Kombinationen mit Früchten oder Hafer sowie die türkische Joghurt-Gurken-Zubereitung Cacık. Joghurt liefert unter anderem Protein und Kalzium und kann dadurch Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein.

Teksüt selbst führt sowohl verschiedene Joghurtprodukte als auch Ayran im Sortiment. Der Hersteller wurde 1956 im westtürkischen Gönen in der Provinz Balıkesir gegründet und produziert dort weiterhin Milch- und Molkereiprodukte.

Bei Aussagen über lebende Joghurtkulturen ist allerdings eine differenzierte Betrachtung sinnvoll. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat einen spezifischen gesundheitlichen Nutzen lebender Joghurtkulturen für die Laktoseverdauung anerkannt; daraus lässt sich jedoch nicht automatisch jede allgemein formulierte Aussage über das Immunsystem ableiten.

Bei Hitze sollte Wasser die Grundlage bleiben

Die WHO empfiehlt bei sommerlicher Hitze regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme und nennt Wasser als wichtigste praktische Maßnahme zur Vorbeugung hitzebedingter Gesundheitsprobleme. Für viele gesunde Erwachsene werden bei hohen Temperaturen als grobe Orientierung etwa zwei bis drei Liter Wasser über den Tag genannt, wobei der tatsächliche Bedarf von Aktivität, Körpergröße, Umgebung und individuellen gesundheitlichen Faktoren abhängt.

Wer intensiv Sport treibt, körperlich arbeitet oder sehr stark schwitzt, kann einen höheren Flüssigkeitsbedarf haben. In diesen Situationen kann auch der Verlust von Salzen eine größere Rolle spielen.

Menschen mit bestimmten Erkrankungen sollten pauschale Trinkempfehlungen dagegen nicht ungeprüft übernehmen. Bei Herz-, Nieren- oder anderen Erkrankungen können individuelle Vorgaben zur Flüssigkeitsmenge notwendig sein.

Ayran, Milch oder andere Getränke können zur gesamten Flüssigkeitszufuhr beitragen, sollten jedoch in eine insgesamt ausgewogene Ernährung eingebettet werden.

Zuckerreiche Getränke sind keine ideale Standardlösung

Die Auswahl der Getränke spielt gerade während Hitzeperioden eine Rolle. Die WHO rät ausdrücklich dazu, sehr zuckerreiche Getränke nicht zur hauptsächlichen Flüssigkeitsquelle zu machen.

Damit deckt sich ein Teil der Botschaft von Teksüt mit allgemeinen Empfehlungen zur Sommerernährung: Kinder und Erwachsene sollten nicht darauf angewiesen sein, ihren erhöhten Flüssigkeitsbedarf vorwiegend mit Limonaden oder ähnlichen Süßgetränken zu decken.

Keleş verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung von Ernährungsgewohnheiten, die bereits im Kindesalter entstehen. Gerade während der schulfreien Sommermonate könne es sinnvoll sein, Wasser sichtbar und leicht erreichbar anzubieten und Mahlzeiten mit weniger zuckerreichen Getränken zu kombinieren.

Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel ernst nehmen

Neben der Wahl geeigneter Getränke bleibt entscheidend, Anzeichen von Dehydrierung rechtzeitig zu erkennen.

Dazu können nach Angaben des NHS unter anderem Durst, dunkler Urin, selteneres Wasserlassen, Müdigkeit, Schwindel sowie ein trockener Mund gehören. Babys, Kinder und ältere Menschen gelten als besonders gefährdet.

Bei starker Hitze kann Flüssigkeitsmangel zudem Teil einer Hitzeerschöpfung sein. Treten erhebliche Beschwerden, Verwirrtheit, anhaltend hohe Körpertemperatur oder andere Zeichen eines möglichen Hitzschlags auf, ist eine rasche medizinische Beurteilung erforderlich.

Für den normalen Sommeralltag lautet die zentrale Empfehlung damit unabhängig von einzelnen Produkten: regelmäßig trinken, Wasser zur Basis der Flüssigkeitsversorgung machen und bei stärkerem Schwitzen auch auf den Verlust von Elektrolyten achten.

Teksüt sieht Ayran und Joghurt dabei als traditionelle Milchprodukte, die sich in den sommerlichen Speiseplan integrieren lassen. Das Unternehmen produziert seine Molkereierzeugnisse im Werk in Gönen und führt Ayran als eigene Produktkategorie.

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Ahmet Taş

Ahmet Taş is a journalist, editor and Turkey Office Manager of the Wise News Press Media Group. He works across news, digital media and international publishing, focusing on accurate, responsible and accessible journalism. He contributes to the development of media projects that bring important political, social and global developments to a wider international audience.

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